Seybothenreuth, in seinen Ursprüngen urkundlich nicht nachweisbar, wird verschiedentlich mit den Ortsteilen Döberschütz bzw. Lessau genannt und ist vermutlich Anfang des 12. Jahrhunderts entstanden. Döberschütz, eine slawische Gründung, und Lessau werden erstmals 1150 und 1157 erwähnt. Auf dem bewaldeten Höhenzug Burgstall stand
eine frühere Befestigungsanlage, die etwa
in den Jahren 900-1000 entstanden ist.

In Seybothenreuth befindet sich ein ehemaliges Landadelschloss, das als Rittergut mit dem Ritterlehen Göppmannsbühl verbunden war. Es war
vor 1529 im Besitz derer von Heydenaab. Weitere adlige Besitzer waren u.a. die von Flotow, Benkendorf und Lindenfels (Ein Lindenfels-Giech`sches Allianzwappen schmückt die Eingangstür des ehemaligen Herrenhauses).
Um die Mitte des 17. Jahrhunderts bewohnte es der schwedische Kapitän Duse. Heute ist das Schloß in bäuerlichem Besitz. Seybothenreuth war auch Sitz
einer markgräflichen Wildförsterei.
Das ehemalige Forsthaus wurde um 1732 erbaut, das neue Forstdienstgebäude um 1961.
Zu erwähnen ist der Gedenkstein auf dem Goldhügel zur Erinnerung an den 29. Juli 1866.

An dieser Stelle entschied sich das Schicksal der bayerischen Truppen im Bruderkrieg gegen Preußen. Bekannt ist der einstmals artesische Osterbrunnen nahe dem Ortsteil Wallenbrunn (wallende Brunnen). Aus ihm entnimmt die Stadt Bayreuth einen Teil ihres Wasserbedarfs. Das Brauchtum des Wasserschöpfens vom Osterbrunnen ist leider untergegangen.