Hochwasser und Erosion effektiver stoppen

In Döberschütz und Fenkensees soll es eine neue Flurbereinigung geben. Auch die Außenbereiche von Seybothenreuth sind dabei. Im Mittelpunkt steht dabei die Kombination der Themen Hochwasserschutz, Erosionsschutz und Wegebau. Seybothenreuth ist dabei Teil eines Pilotprojekts im Rahmen der Integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) Frankenpfalz.

Ziel ist es, bis 2015 ein Verfahren einzuleiten. Die Förderung kann bis zu 80 Prozent betragen – wenn ein schlüssiges Konzept erarbeitet wird. Dafür werden, wie in solchen Verfahren üblich, Arbeitskreise aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern gebildet.

Bei einem Seminar an der Schule für Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim wurden nun Vertreter aus den beiden Ortsteilen darin geschult, ein Konzept zu erarbeiten, sagte Gemeinderat und Seminarteilnehmer Matthias Peter dem Gemeinderat.

Es wurde „sehr gut gearbeitet“, ergänzte Bürgermeister Reinhard Preißinger. „Positiv war, dass sich auch viele aus der Generation der 30- bis 35-Jährigen beteiligten.“ In anderen Gemeinden sei dies oft nicht der Fall. Aber auch eine gute Mischung aus Landwirten und Nichtlandwirten habe teilgenommen. „Es war eine breite Mischung.“ Auch Martin Pfister vom Amt für Ländliche Entwicklung und Barbara Dahinten vom Landschaftspflegeverband seien dabeigewesen, letztere übernahm die Federführung für das Projekt vor Ort.

Am 20. Oktober findet nun als nächster Schritt eine Info-Veranstaltung für alle Grundstückseigentümer aus dem betroffenen Bereich statt. Während des Winters sollen Arbeitskreise aus Seminarteilnehmern und Grundstückseigentümern ihre Arbeit aufnehmen. Eine endgültige Entscheidung über das Verfahren fällt das Amt für ländliche Entwicklung im Frühjahr.

Die eigentlichen Ziele des langwierigen Verfahrens werden also erst über den Winter erarbeitet, ebenso wie konkrete Maßnahmen. Was die Flurbereinigung die einzelnen Grundstückseigentümer kosten wird, kann erst danach entschieden werden. ju