Telekom erhält Zuschlag für Netzausbau

Die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Telekom hat die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau in Seybothenreuth gewonnen. Ab September 2016 können 89 Haushalte Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s (Megabit pro Sekunde) buchen. Die Telekom wird rund 12 Kilometer Glasfaser verlegen und 3 Multifunktionsgehäuse aufstellen oder mit neuer Technik ausstatten. Das Netz wird dann so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Die Gemeinde Seybothenreuth und Telekom haben dazu heute einen Vertrag unterschrieben.




„Wir danken der Gemeinde Seybothenreuth für das entgegengebrachte Vertrauen und werden das Projekt zügig umsetzen“, sagt Friedrich Weinlein, Kommunaler Ansprechpartner Deutsche Telekom Technik. „Wir versorgen die Ortsteile Döberschütz, Fenkensees und Draisenfeld mit moderner Technik und machen die Gemeinde Seybothenreuth damit zukunftssicher“, ergänzt Andreas Rudloff, verantwortlich im Infrastrukturvertrieb der Telekom Deutschland.

So läuft der Ausbau
Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Parallel wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und Multifunktionsgehäuse aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom. In der Regel können die Kunden bereits zwölf Monate nach Vertragsunterzeichnung die neuen Anschlüsse nutzen.

Wie die Technik funktioniert
VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) ist eine Breitbandtechnologie. Diese nutzt für die Übertragung von Daten eine Kombination aus Kupfer- und Glasfaserleitungen. VDSL unterscheidet sich von DSL (Digital Subscriber Line) durch deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit VDSL wird derzeit eine Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) beim Herunterladen erreicht. Ein DSL-Anschluss schafft bis zu 16 MBit/s.

Je näher die Glasfaserleitung an die Kundenanschlüsse heranreicht, desto höher ist das Tempo. Deshalb verlegt die Telekom jetzt Glasfaser bis in die Multifunktionsgehäuse (MFG), den großen grauen Kästen am Straßenrand, einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Im MFG wird das Lichtsignal in ein elektronisches Signal gewandelt und über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.

Dafür wird Bandbreite benötigt
Für das einfache Surfen, das Lesen von E-Mails und selbst für das Herunterladen von einzelnen Musiktiteln reichen DSL-Geschwindigkeiten. Mit VDSL ist mehr möglich: Telefonieren, Surfen und Fernsehen ist über diesen Anschluss gleichzeitig möglich. Die hohe Datenrate von VDSL verkürzt die Ladezeiten von Webseiten und Dokumenten erheblich und Streaming-Angebote von Musikanbietern und Videoportalen laufen ruckelfrei.

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